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Die Hand Gottes – FC Porno Villa 5:2 (3:2)

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Gespeichert von trainer am/um 22. August 2025 - 22:36

 

Ein erneutes Spiel der Freundschaft gegen die Hand. Letztes Mal vor knapp zwei Monaten ging es genauso aus wie jetzt, nur andersrum. Also 2:5 statt 5:2 – und wie damals war es auch jetzt ein wunderbar freundliches, stressfreies Spiel, bei dem ich als Schiri auch den Ticker bedienen konnte, weil alle intensiv spielen und fair miteinander umgehen verstanden. Die Tapire brachten gerade einmal 12 Unpaarhuferinnen zusammen und weil Rebecca ein wenig später kam, wehte zu Beginn ein einsamer Wind an der Bank.

 

Für die Verteidigung hatte ich zwei Optionen im Sinn, entweder das Team Erfahrung mit Martin und Hans innen oder Jugend forsch(t) mit Josef und Thomas und den jeweils beiden anderen außen, eine Verteidigung mit ziemlich urdeutschen Vornamen in jeden Fall. Da Freundschaftsspiele für solche Experimente perfekten Freiraum bieten, wählten wir Version zwei, Thomas und Jupp hatten des Trainers Vertrauen, weil sie ihn am vorherigen Donnerstagskick als Innenverteidung ziemlich arbeitslos hielten. Doch der Beginn des Spieles ging so richtig an die Hände, sie ließen das Bällchen souverän und gut hintenrum laufen, spielten abwartend, um dann mit wenigen Kontakten oder langen Bällen über die Außen gefährlich nach vorne zu spielen. So bereits in der sechsten Minute, als der Ball über links nach vorne getrieben und dann scharf nach innen geflankt wurde, wo Paul perfekt den Fuß hinhielt und den Ball zum 1:0 über die Linie drückte. Nur vier Minuten später fiel auf ähnliche Weise das 2:0, wieder über links, diesmal kam der Ball allerdings als Flanke in den Strafraum geflogen, wo er per Kopf ins lange Eck veredelt wurde. Das erinnerte ein wenig an das letzte Spiel gegen den roten Stern, wo wir auch binnen weniger Minuten weichgekocht wurden. Die Tapire konnten sich allerdings sukzessive ein wenig besser befreien, spielten aber alles in allem viel zu umständlich, um ernsthaft Gefahr auszustrahlen. Nach einer Viertelstunde war die erste ernsthafte Torannäherung der Tapire zu vermelden, im Anschluss an eine Tapirecke kam Tobse an den Ball, musste aber schnell mit links abschließen, wodurch der Ball am linken Pfosten vorbei strich. Nur wenige Minuten später gelang der Hand Gottes das 3:0, das mit einem langen Diagonalball aus der Abwehr auf die rechte Seite eingeleitet wurde, wo der überdurchschnittlich schnelle Micha herbeiflitzte, den herauskommenden Marci umkurvte und dann einlochte. So, jetzt reicht's – schien der spontane kollektive Gedanke im Tapirlager daraufhin gewesen zu sein – denn fürderhin kamen sie immer besser ins Spiel. Sie warfen nicht alles nach vorne, sondern lauerten weiterhin auf Fehler der sehr sicher und ruhig agierenden Hände. Nach einer Balleroberung schalteten die Tapire schnell um und flankten auf die linke Seite tief in die Hälfte der Hände. Philipp erlief den Ball dort in der Nähe der Eckfahne und ließ seinen Gegner alt aussehen, zog nach innen und hob ihn aus lumpispitzem Winkel in den rechten Selbigen zum 3:1, ganz formidabel! Kurz darauf fing der Keeper der Hände den Ball durch präventives Herauslaufen ab und passte ungenau nach links, was Max erahnte, sich den Ball schnappte und dann einen Heber aufs leere Tor absetzte. Welcher auch zentral eingeschlagen wäre, wenn nicht ein Abwehrspieler der Hände das antizipiert und den Ball auf der Linie per Kopf geklärt hätte. Gut 10 Minuten später gelang den Tapiren schließlich der Anschlusstreffer durch Jasper. Martin hatte als linker Außenverteidiger eine Flanke abgesondert, die ein wenig zu lang geriet und zunächst sah es danach aus, als sei sie sichere Beute der Defensive. Jasper setzte aber energisch nach und profitierte von einem Missverständnis zwischen Keeper und Abwehrspieler, kam an den Ball und hob ihn über den Keeper ins linke Eck zum 3:2.

 

Dann war Halbzeit, gewohnt unbecrut und mit nur einer Wechseloption versehen, Rebecca kam für Tobse, taktisch wurde so gut wie nichts geändert.

 

Zu Beginn der zweiten Hälfte präsentierten die Tapire gleich mal ihre Klasse. Genauer diejenige, die sie auf der Torwartposition besaßen und besitzen. Es schien so, als hätten die Hände in ihrer Halbzeitanalyse festgestellt, dass sie zu Beginn Gas geben müssen, wie in der ersten Hälfte. Und genau das taten sie ordentlich, doch unser Keeper Marci hatte nun die Gelegenheit zu zeigen, dass seine neuen Handschuhe, tagesfrisch gekauft, auch richtig gut parieren können. Und das taten sie zwei Mal routiniert und einmal mit einem ziemlich sensationellen Reflex, als Marci einen ordentlich festen Flachschuss noch um den Pfosten lenkte. Doch seine Dominanz hielt nur sechs Minuten, dann musste er sich geschlagen geben. Nach einer abgewehrten Ecke gelangte der Ball erneut zu einem Gott zurück, welcher ordentlich feste zentral knapp über Gesichtshöhe abschloss und da sich vor Marci eine Spielertraube gebildet hatte, sah er das Ding viel zu spät und konnte den Einschlag zum 4:2 nicht mehr verhindern. Die Tapire mühten sich fürderhin redlich und hatten sowohl ordentliche Spielanteile, ich meine auch mich zu erinnern, dass es eine oder gar zwei Pfostentouchierungen von Philipp gab es auch noch, aber der Ball wollte in den folgenden 34 Minuten einfach nicht die Linie Gottes überschreiten. Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass die Tapire kein richtig amtliches Sturmfeuerwerk mehr zustande brachten, Einsatz und Wille waren ihnen nicht abzusprechen, aber letztlich prallten sie permanent an der letzten Abwehrwand der Hand ab. Welche in der 70. Minute noch für das endgültige 5:2 sorgen, ein schöner Steckpass in den Strafraum halblinks wurde direkt flach ins rechte Eck geschlenzt, da konnten Marcis neue Handschuhe auch nur zugucken.

Mal gewinnze, mal verlierze, egal. In diesem Falle hatte der Gegner die deutlich größere Bank, also Zahl an Auswechselspielern, was bei ordentlicher Wärme auf lange Sicht sicherlich ein Vorteil war. Ich finde es gut, wenn die Tapire die Niederlagen in den Freundschaftsspielen sammeln, es war die zweite Klatsche in Folge plus dem Punktspiel gegen die Namiten, dreimal ins Kopfkissen weinen und weiter geht's. Und als Fazit kann festgehalten werden, dass das Experiment unserer neuen Innenverteidigung durchaus gelungen war, auch wenn 5 Gegentore mehr als genug sind. Dennoch haben Jupp und Thomas so einiges gelöscht, Jupps Stärken sehe ich eher in der Offensive, während ich mir Thomas durchaus auch häufiger in der Innenverteidigung vorstellen kann. Mal sehen...