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Roter Stern Fussek – FC Porno Villa 5:3 (5:0)

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Gespeichert von trainer am/um 17. August 2025 - 22:41

 

Ich habe schon häufiger von fremden Plätzen despektierlich aufgrund ihrer ruralen Lage von „am Arsch der Heide“ oder „am Rektum Langendreers“ gesprochen. Aber der Trainingsplatz des Roten Sterns Fussek erfüllt wirklich alle Kriterien eines Landbolzplatzes, allein durch seine wunderbare Adresse „Am Hasenhölzken“ wo selbiger dem Fuchs eine Gute Nacht wünscht. Kein Tapir war mit dem Fahrrad da, denn dann hätte man nicht mehr spielen können, der Hinweg dorthin glich der Anreise auf den Mont Ventoux. Deshalb kamen auch nur 14 Tapire, ein Hund und ein Trainer von unserer Seite an den Platz, der Rote Stern war nur zu zehnt, weshalb wir ihnen die Familie Henning zur Verfügung stellten, Philipp in der ersten, Boris in der zweiten Halbzeit.

Auf einem mittelguten Aschegrund, den sich der Wald an einigen Passagen zurückzuerobern versuchte, starte der Kick unter Aufsicht des Schiris Trainer. Der hatte mit dem Häuptling vom Stern vorher ausgemacht, dass kein Offizieller nötig sei, man kenne sich und das würden die Spieler untereinander regeln. Das hatte mit Werne, Oblomow und verdammt häufig mit der Hand Gottes reibungslos geklappt, mit dem Roten Stern haperte es jedoch, vor allem in der ersten Hälfte. Die durch einen ersten Schuss von Maxi in der fünften Minute eingeläutet wurde, der zu zentral kam und problemlos vom Keeper abgewehrt wurde. Es gab sehr viel Mittelfeldkampf, weil die Tapire knackig am Stern waren, bis dieser die langen Bälle für sich entdeckte bzw. Philipp bei ihnen seine Qualitäten im Umschaltspiel offenbarte. In der 13. Minute gab er beim Aufdrehen den vorletzten Pass zum 1:0 - es sah nach Abseits aus, war aber meines Erachtens keines. Nur zwei Minuten später fiel das 2:0 nach einem Konter über den rechten unglaublich schnellen Außenspieler, der flankte und sein Mitläufer per Kopf ins linke Eck finalisierte. Das 3:0, das in der 23. Minute folgte, roch schon eher nach Abseits, ein Konter, der zentral durchgespielt wurde und im rechten Eck sein Ziel fand. Fünf Minuten später fiel das 4:0 auf ähnliche Weise, ein hoher Ball über die Abwehr, die im Laufduell gegen die schnellen Stürmer des Roten Sterns den kürzeren zog. Die Tapire spielten durchaus auch mit, allerdings waren ihre Chancen vor dem Tor eher rar gesät, so einseitig das Ergebnis aussah, es entsprach nicht unbedingt den Kräfteverhältnissen auf dem Platz, aber durchaus der Effizienz vor dem Tor. Daran änderte das 5:0 in der 38. Minute nur wenig, dann war Halbzeit.

Der Cru war abermals im Getränkemarkt von allen vergessen worden, für die zweite Hälfte kamen Philipp für Maxi, Tobse für Rebecca und Felix für Moritz.

Die Tapire hatten nun deutlich mehr vom Spiel, was aber auch daran lag, dass einer der Sterne nicht mehr weitermachen konnte, sodass sie nur noch zu zehnt waren, inklusive Boris. In der elften Minute der zweiten Hälfte sorgte Tobse mit einem trockenen Schuss flach links für das 5:1. Dann gab es Doppelaluminium von Philipp, der zunächst die Latte und später den Pfosten zum Schwingen brachte. In der 60. Minute blieb Jupp, der hübsch von Ole, Tim oder Philipp steil geschickt wurde, eiskalt vor dem Keeper und versenkte das Stückchen zum 5:2 flach rechts unten. Und knapp vier Minuten später kamen die Tapire noch näher heran. Sie hatten sich in der gegnerischen Hälfte eingenistet und spielten ein wenig um den Kreis herum, bis Jupp beschloss, einfach mal richtig abzuledern, ein wenig zu zentral, weshalb der Keeper der Sterne parieren konnte, und das Bällchen vom ihm aus gesehen nach rechts ablenkte, wo Felix einlief und zum 5:3 unter die Latte abschloss. Leider blieb es in der Folge bei diesem Ergebnis, die Tapire hatten durchaus noch die ein oder andere Chance, heranzukommen oder gar auszugleichen, aber mit den Minuten verflachte das Spiel zusehends, sodass es beim 5:3 blieb.

Festzuhalten bleibt eine ordentlich schlechte erste Hälfte, dafür ein ansprechender, durchaus versöhnlicher zweiter Durchgang, was allerdings auch am Ergebnis abgelesen werden kann. Und dass der heutige Rote Stern leider nicht mehr der Verein ist, der er mal war und uns vor einigen Jahren überaus sympathisch war. Sie hatten supernette Spieler und eine mindestens 20köpfige verpunkte Fanbase, die alles und jeden angröhlte und meist Kleinpyro am Start hatte und sich selbst und ihre Mannschaft nach allen Regeln der Kunst abfeierte. Diesmal war gar kein richtig bekanntes Gesicht mehr dabei, Support gab es auch nicht und wie bereits erwähnt war das ohne Schiri anberaumte Spiel gegen sie leider auch nicht so leicht. Weil sie einerseits ständig an der Abseitskante spielten, aber nicht zugaben, wenn sie mal im Abseits standen, was bei mindestens einem, wenn nicht gar zwei oder drei ihrer Treffer der Fall war, Thomas wurde in der ersten Hälfte von seinem Gegner ständig wenig niveauvoll zugetextet, im Mittelfeld sah ich einmal einen auf Boris losgehen, der dann zurückschubste, kurzum, es war nicht die vorher vereinbarte Art des Freundschaftsspiels ohne richtigen Schiri, wie sie mit vielen sonst problemlos klappen. Das soll beileibe aber auch nicht bedeuten, dass die Roten Sterne nicht sympathisch seien, aber für ein Sommerfreundschaftsspiel, bei dem man vorab ohne Schiri vereinbart, was das schon etwas zu forsch von ihnen, besonders in der ersten Hälfte, weshalb ich auch beschloss, in der zweiten Hälfte vom Hörnchen aktiv Gebrauch zu machen, was jedoch dann kaum mehr nötig war.