
In aller Freundschaft: Ole besorgte das 1:1, Jupp das 1:2, Jonas machte das 1:3, Boris erzielte das 2:4 und Ebeny machte mit dem 2:5 alles klar
Trotz des Pfingstmontags hatte die Hand Gottes kundgetan, dass sie für diesen hochheiligen Feiertag einen Freundschaftsspielgegner suchen würden – und das bei einem derart religiösen Namen. Da Tapire eine dauerspielgeile Spezies ist, hatte ich uns einfach spontan dafür angemeldet und mit der Unterstützung von Thomas Jungs bekamen wir auch ein Team zusammen. Gespielt wurde ohne Schiri bzw. dem Trainer als Attrappe eines solchen, die sich aber vor allem für das An- und Abpfeifen verantwortlich fühlte und den Spielern vorab mitteilte, sie sollten soweit wie möglich alles unter sich regeln.
Los ging es mit Marci im Tor, einer Innenverteidigung aus Hans und Benjamin bestehend, mit Thomas und Martin als Außenverteidigern, Ole und Ebeny als Doppelsechs, Rebecca, Maxi und Felix im offensiven Mittelfeld und Jupp auf dem Pin. Ein besonderer Gast war da, Elias, der es aus Köln mal wieder nach Bochum geschafft hatte, aber aus körperlicher Unfitheit nur die zweite Halbzeit ran wollte. So ging es locker los, die Tapire brauchten zunächst ein wenig, um sich in dieser bisher noch nie gespielten Formation zurechtzufinden. Dem war jedoch nicht geschuldet, dass die Hand Gottes in der 8. Minute in Führung ging, es war schlicht und ergreifend ein ziemlich gut herausgespielter Konter über rechts, mit Ablage nach innen, wo ein getätigter Abschluss sich dann im linken Eck zum 1:0 materialisierte. Doch die Tapire glichen postwendend aus durch Ole. Er erwischte zentral aus 20 Metern Entfernung einen Dropkick sehr satt und drosch selbigen mit ordentlicher Wucht knapp unter die Latte, recht zentral, aber zu schnell für den Keeper. Die Tapire waren nun zurück im Spiel und mindestens ebenbürtig. Es passierte viel zwischen den Strafräumen, darin war auf beiden Seiten zunächst häufig Schluss, selten durften die Keeper ihr Können zeigen. Bis zur 33. Minute, in der Jupp für das 1:2 sorgte. Mit einem Treffer, der zeigte, dass Fußball ein sehr einfacher Sport sein kann. Es begann mit einem Abstoß von Hans auf Ole, der ihn sich pflückte und aus der Drehung fein in den Lauf von Jupp weiterleitete, der aus 23 Metern flach ins rechte Eck zirkelte, indem er ausnutzte, dass der Torhüter etwas zu weit links stand. Jupp hatte einige Minuten vorher bei einer ähnlichen Situation festgestellt, dass er der Handwart zu weit links am Strafraum stand, und schloss aus 40 Metern direkt flach von rechts mit Schnitt aufs Tor ab, verfehlte jenes jedoch knapp. Sonst passierte nüscht mehr in der ersten Hälfte.
Mit 1:2 ging es unbecrut in die Halbzeit, in der ein paar Wechsel vollzogen wurden. Loic kam für Benni, Jonas für Rebecca und Elias für Felix, Jupp rückte auf den Flügel raus. Zudem ersetzte Philipp Maxi und Philipps Bruder Boris kam für Ebeny. Allerdings kamen die ausgewechselten Tapire in der zweiten Hälfte noch einmal für andere, es war ein buntes Wechseltreiben bei diesem Freundschaftsspiel,
Nach der Halbzeit ging es gemächlich los, die Tapire benötigten etwas Zeit, um sich zu sortieren, ebenso auch die Hand Gottes, die ebenfalls einige Wechsel vollzogen hatte. In der 56. Min gelang es den Tapiren, die Führung auf 1:3 auszubauen. Ole hatte sich über links durchgesetzt und dann in die Mitte geflankt, wo Jonas perfekt einlief und volley vollendete. Doch es dauerte nur kurz, bis die Hände durch einen Kopfball nach einer Ecke, der unhaltbar einschlug, zum 2:3 herankamen. Dann wogte das Spiel einige Zeit hin und her, die Hände hatten durchaus auch Chancen zu egalisieren, aber die spielgeilen Tapire trachtete es ebenso nach zusätzlichen Buden. Was in der 73. Min dann auch geschah durch Boris, der mit einem Distanzschuss aus 18 Metern in den linken Winkel für das 2:4 sorgte. In der eigentlichen Schlussminute, der 80., sorgte Ebeny für das 2:5 durch einen Schuss ins linke Eck nach einem Steckpass von ???. Dann war Endepopende bzw. schlug ich als Schiri noch zwei Minuten Nachspielzeit vor und irgendeiner rief „nee, noch fünf“, was mir eine Freude und ein Augenschmauß für alle war, aber ohne weitere Torerfolge hüben wie drüben blieb.
Die Erkenntnis aus dem Spiel war, dass es einfach immer eine Freude ist, gegen die Hand Gottes zu spielen, weil man da echt keinen Schiri braucht. Darüber hinaus war es großartig, Elias mal wieder zu sehen...
- Zum Verfassen von Kommentaren bitte Anmelden.
- Album: Unsere Torschützen
Kommentare
Nee...
...wat schön