Sie sind hier

FC Porno Villa – VfL Linden 4:2 (0:1)

Bild des Benutzers trainer
Gespeichert von trainer am/um 8. Juli 2025 - 20:34

Herrje, wer hat denn hier die Tore erzielt? Markus vor allem mit dem 1:1, 2:1 und 3:1, bevor Jupp mit dem 4:2 für die Entscheidung sorgte

Nach zweimaligem Aschekrampf und -kampf war diesmal endlich wieder technisch feiner Fußball an der Anglecastle Lane angesagt, gegen den VfL Linden. Ein Gegner, gegen den wir auch schon einmal nach einer 3:0 Führung 3:5 verloren haben. Mit einem prächtigen und vollen Rudel ging es los, diesmal sogar mit Schiedsrichter-Gespann, also Schiri und zwei Linienrichtern. Gepfiffen wurden wir von einem unbekannten Schiri aus Hessen, der einmal Bochumer Freizeitligaluft schnuppern wollte, der von Micha und einem weiteren Linienrichter begleitet wurde. Dazu boten die Tapire ein 17er-Rudel auf, es war angerichtet.

Im Tor stand in der ersten Hälfte Philipp, Marci kommentierte vom Sofa aus. Los ging es zunächst recht gemächlich, die erste Torannäherung für die Tapire hatte Dhia, der von der rechten Seite aus das Bällchen neben das Tor setzte. In der 9. Minute gab es aus ziemlich aussichtsreicher Position einen Freistoß für die Tapire, den Tobi links am Winkel vorbeischlenzte. Es entwickelte sich ein etwas zähes Spiel, taktisch was für Feinschmecker, unter Spannungs- bzw. Attraktivitäts-Gesichtspunkten aber eher eine maue Hälfte. Für die einzige innere Netzausbeulung in dieser Zeitspanne sorgte Linden in der 16. Minute durch einen Angriff über rechts, der zunächst von der souveränen Tapirabwehr um Sven und Loic abgewehrt wurde, doch der Gegner eroberte den zweiten Ball und drosch ihn zum 0:1 nicht völlig unhaltbar rein. Weitere Chancen auf beiden Seiten verliefen im Sande, sodass es mit dem kleinsten möglichen Rückstand in die Pause ging.

Unbecrut, wie nahezu die ganze Hinrunde bisher, wurde bunt gewechselt, Tobi ging für Philipp ins Tor, Hans kam für Moritz, Jonas für Andi, das Mittelfeld besetzten nun Jasper und Ole für Joscha und Tobi, Philipp ersetzte Maxi, Thomas kam für Dhia und Jupp wurde für Felix eingewechselt.

Mit Wiederanpfiff offenbarten die Tapire direkt, dass sie außerordentlich heiß waren, das Böckchen umzuschubsen. Was recht schnell passierte, mit tatkräftiger Unterstützung des Gegners. In der 44. Minute gab es von der linken Seite in der Hälfte der Lindener einen Freistoß für die Tapire. Welchen Ole als eine Mischung aus Flanke und Schuss servierte, die zwar tückisch war, weil der Keeper bis zum letzten Augenblick lauern musste, ob noch jemand an den Ball käme, was keinem gelang und er somit auf den Keeper zuflog. Selbiger konnte den Ball nicht festhalten und ließ ihn nach vorne flutschen, wo Markus lauerte und das Spielgerät aus nächster Nähe zum 1:1 über die Linie drückte. Kurz darauf hatte Jonas noch die Gelegenheit, eine dräuenden Hattrick von Markus zu verhindern, als er nach einem perfekten Steckpass von Philipp alleine auf den Keeper zulief, ihn aber nicht überwinden konnte. In der 51. Minute gelang dann Markus der zweite Treffer, erneut nach Vorarbeit von Ole, diesmal auf schönem, direkten Weg und nicht über den Umweg Torwart. Ole flankte von halblinks auf Markus, der ihn Volley bzw. als Dropkick perfekt erwischte und zum 2:1 ins rechte Eck bugsierte. Weitere neun Minuten später vollendete Markus seinen zweiten lupenreinen Hattrick im zweiten Spiel nacheinander. Vorausgegangen war ein Mittelfeldschlagabtausch, der ein wenig an Volleyball erinnerte, jede Mannschaft hatte den Ball nur kurz und er wurde in der Luft hin und her gelöffelt, bis Markus ihn mit der Brust annahm und feinfüßig über den Torwart zum 3:1 ins Tor löffelte. Die Tapire verteidigten diese Führung souverän, bis die Lindener einen Freistoß vor dem Tapirtor aus etwa 20 Metern Distanz in bester Position erhielten. Welcher dann auch ziemlich perfekt getreten wurde, nicht unhaltbar, weil recht zentral, aber direkt unter die Latte. Tobi war zwei, drei Schritte vor der Linie und hatte sich deshalb um ein paar Zentimeter verschätzte, er kam zwar noch mit den Fingerspitzen dran, konnte den Einschlag zum 3:2 aber nicht mehr verhindern. Damit war wieder Spannung in der Bude und das Spiel wogte die letzten zehn Minuten hin und her. Die Tapire verstanden es, den Ball durchaus auch mal durchlaufen zu lassen und Zeit von der Uhr zu spielen, waren aber schlau und energisch genug, zu verstehen, dass gepflegte Offensive die beste Verteidigung ist. Und so ließen sie kaum eine elektrisierend spannende Chance für Linden zu und sorgten ihrerseits in der letzten Spielminute, der 80., für das entscheidende 4:2. Der auf rechts vom unbekannten Passgeber steil geschickte Jupp zog nach innen und drechselte den Ball aus spitzem Winkel präzise ins kurze Eck und entließ damit schlagartig die Spannung aus diesem Spiel. Das Schiedsrichtergespann gab noch zwei Minuten Nachspielzeit, die ohne signifikante Ereignisse in einem Schlusspfiff mündeten.

Es war wunderbar anzusehen, wie die Tapire gegen einen ziemlich anspruchsvollen Gegner zunächst alles bieten mussten, um mitzuhalten, um dann eine Wucht zu entwickeln, die Linden in die Knie zwang. Eine mannschaftlich bären-, äh tapirstarke Leistung! Und auch seitens der Offiziellen war es eine richtig starke Leistung, der Schiri war souverän und hatte ein sehr gutes Gespür und ließ viel laufen.

Kommentare