
Also, einige auf dem Bild haben gar kein Tor erzielt, dafür Tim (0:1) und Markus (0:2) in der ersten Hälfte. In der zweiten Halbzeit lief es dann richtig rund: Jasper machte das 0:3, dann hattrickte Markus binnen sieben Minuten mit dem 0:4, 0:5 und 0:6, Jupp besorgte das 0:7, Philipp anschließend die Treffer zum 0:8 und 0:9, Andi erzielte das 0:10, Thomas das 0:11 und Philipp beendete den Toreigen mit dem 0:12.
Die Tapire waren von ihrer Heimatscholle vertrieben, weil dort Sundern gegen die Hand Gottes im Pokalviertelfinale verlor. Da dies vorhersehbar (der Termin, nicht die Niederlage) war, hatte ich beim letzten Spiel gegen den Stern vor einer Woche unseren Willen bekundet, nach dem Ligaspiel eines in Freundschaft direkt hinterherzuschieben. Sie willigten ein und so gab es ein erneutes Stelldichein an selbem Ort zu gleicher Zeit, mit selbem Jürgen an der Pfeife und einem recht kleinen Rudel von 13 Tapiren und einer Tapirin, einem sogenannten 14er-Rudel. Welches ein für Tapirhufe deutlich angemesseneres Territorium vorfand. Petrus hatte am Wochenende etwas HշO über Bochum ausgebreitet und ein Platzwart oder städtischer Beschäftigter hatte den Platz abgezogen. Er war eben und körnig, eine Wohltat für Feinhufler und Feinhuflerinnen.
Oblomow hatte beinahe die gleiche Truppe wie in der vergangenen Woche am Start, es fehlten zunächst allerdings deren äußerst agile 6er und der Topchecker, der uns beim letzten Spiel einige Sorgen bereitet hatte. Die Tapire starten energiegeladen, waren aber zunächst vor dem gegnerischen Tor zu ungenau, um Erfolg aus ihren Bemühungen zu ziehen. In der 11. Minute ging es präziser zu, Markus ließ sich ins Mittelfeld fallen, drehte sich um den Gegner und spielte dann flach einen Pass auf Maxi. Der den Ball aber durchlaufen ließ, weil er mitbekommen hatte, wie Tim in seinem Rücken durchgestartet war und ihn perfekt mitnahm und mutterseelenalleine vor dem Keeper sich die Ecke aussuchen konnte. Er nahm die rechte, in die er flach zum 0:1 vollendete. Anschließend verdienten sich die Tapire zwar mehrfach das Prädikat „sie waren stets bemüht“, allerdings schwächelten sie arg in der Vollendung zum Teil aussichtsreichster Chancen. Deshalb dauert es bis zur 34. Minute, bis sie auf 0:2 erhöhten. Dafür aber mit einem mustergültigen Konter über Tim, Ole, Maxi, der Markus einsetzte, welcher aus einer geschätzten Distanz von 25 Metern ins rechte Eck ablederte.
Dann war Halbzeit, trocken und unbecrut, im Mittelfeld, wo sich Tim, Ole und Jasper die Doppelsechs drittelten. Philipp, der in der erste Hälfte dem Tor zur Erhaltung seiner Unbenetzheit verholfen hatte, indem er zwei- oder dreimal mittlere Herausforderung meisterte, wurde durch Dhia ersetzt, dem Marcis Torhüterkluft auch ganz hervorragend stand und der, soviel sei verraten, auch diese rein hielt, im direkten wie sprichwörtlichen Sinne.
Orphi hatte die zweite Hälfte gerade einmal mit seiner Pfeife sanft wachgeküsst, da polierten die Tapire den Stern, bevor dieser sich auf dem Platz richtig materialisiert hatte. 20 Sekunden nach Anpfiff nahm Philipp das Polymergemisch in der Hälfte des Sterns mit und steckte linksseitig perfekt in den Lauf von Jasper durch, der diagonal Richtung Tor zog und es dann formschön im langen Eck zum 0:3 veredelte. Acht Minuten später begann ein lupenreiner Hattrick von Markus, für welchen er gerade einmal 7 Minuten brauchte. In der 49. Minuten fiel ihm das 0:4 sprichwörtlich vor die Füße, zuvor setzte Andi durch einen Steckpass Philipp in Szene, dessen Schuss der Sternwart abwehren konnte, allerdings in die Mitte, wo Markus als Mittelstürmer selbstredend lauerte und recht einfach zum 0:4 einschieben durfte. Vier Minuten später markuste es zum zweiten Mal, nach einem feinen Pass auf Jasper über links trieb jener den Ball voran und passte dann wunderbar temperiert auf den am langen Pfosten einlaufenden Markus, der erneut recht einfach zum 0:5 eindrücken durfte. Weniger als eine Minute später war der Trick perfekt, allerdings bekam ich aufgrund meiner Ticker-Nebenbeschäftigung den Assist gar nicht mit, der Treffer war durchaus sehenswert, Markus nahm den Ball volley und drosch ihn unhaltbar dreiviertelhoch ins linke Eck zum 0:6 ein. Damit hatten wir den Oblomower Stern weidwund gespielt und uns in einen Flow gebracht, der dafür sorgte, dass wir den höchsten Tapirsieg in der Freizeitliga egalisierten und in der Folge im Durchschnitt alle vier Minuten ein Tor schossen. Die Tapire blieben gnadenlos und erhöhten nur drei Minuten später auf 0:7. Jupp zog mit dem Ball von rechts nach innen und setzte ein strammes Ding ab, welches vom rechten Innenpfosten auf der Linie an sein linkes Pendant prallte, und von dort mit Drall über die Linie rollte. Weitere fünf Minuten später wurde ein Angriff der Tapire fein über links vorangetrieben, der an der Strafraumkante zu Philipp gelangte, welcher einen Traumschlenzer über den rechten Innenpfosten ins Tor zum 0:8 absonderte. Etwas mehr als eine Minute später philippten die Tapire erneut aus. Ein Konter über rechts durch Jupp, der fein dosiert in die Mitte passte, wo Philipp einfaches Spiel vor nahezu leerem Tor zum 0:9 hatte. Zwei Minuten später sorgte Andi für die Zweistelligkeit. Aufgerückt, nicht wirklich attackiert, durchströmte ihn vermutlich aus etwa 20 Metern rechtsseits das Gefühl einer Schussabsonderung, welchem er nachkam und Richtung linker Torhälfte abwemste. Weniger Strahl als Bogenlampe mit langer Flugdauer war dieser Schuss an sich einfaches Fressen für den guten Keeper der Sterne, der sich aber diesmal ziemlich ordentlich verschätzte und unter dem Ball hindurchsegelte welcher mit einmaligem Aufhopsen zum 0:10 ins Tor sprang. Wenige Zeit später trug sich Thomas mit dem 0:11 auch in die Torschützenliste ein. Nach einer abgewehrten Tapirecke gab es mehrere geblockte Schüsse, bis der dritte oder vierte von Thomas abgefälscht den Weg ins Tor fand. Drei Minuten vor Schluss stellte Philipp mit dem 0:12 den Endstand her. Ein hübscher Doppelpass mit Maxi initiierte den Angriff, Philipp umkurvte den Keeper und schob unprätentiös ein.
Festzuhalten ist, dass der Blaue Stern ein furchtbar netter Sternenhaufen ist und eine außerordentliche Frusttoleranz gegenüber schlechten Spielverläufen hat. Interessant ist, dass acht der 11 Sterne sich letzte Woche deutlich besser gegen uns beim 2:3 schlugen, scheinen wohl drei wichtige Spieler gewesen zu sein. Was das Tapirspiel angeht: Wenn et löppt, dann löppt et, insgesamt war, soweit ich mich erinnern kann, das Tapirspiel auch ziemlich fehlerbehaftet, aber deutlich besser als vergangene Woche, was der Verbesserung des Untergrunds eindeutig zuzuschreiben ist.
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