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Blauer Stern Oblomow – FC Porno Villa 2:3 (0:1)

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Gespeichert von trainer am/um 18. Juni 2025 - 22:29

Ein wogendes Spiel, Philipp startete mit dem 0:1, Jonas glich zum 2:2 aus und Dhia erzielte das 2:3

Wieder mal ein Kick gegen den Blauen Stern auf der leckeren Asche am malerischen Platz an der Brelohstraße, unweit der Müllkippe. Die Asche war, weil es länger nicht mehr geregnet hatte, ausgebacken wie eine Brot- genauer gesagt wie eine Baguettekruste, furztrocken, huppelig, furchig und ziemlich hart. Ein Garten Eden für Grobmotoriker bzw. die Vorhölle für technische Sahneschnittchen, wie es die Tapire allesamt sind…

Das Rudel begann mit Druck und hatte bereits nach drei Minuten die erste Chance durch Markus, dessen Schuss von Keeper parierte wurde. In der achten Minuten bekam Markus den Ball im Mittelfeld und steckte zentral perfekt durch für Philipp, der von rechts in den Strafraum startete, den Ball sauber mitnahm und dann im kurzen Eck zum 0:1 versenkte. Die Tapire wollten direkt nachlegen und drängten den Blauen Stern ordentlich in deren Hälfte. Doch peu à peu konnte sich der Stern aus der Tapirumklammerung befreien. Nach 20 Minuten wechselten sie einen groß gewachsenen, extrem durchtrainierten Spieler ein, der äußerlich ein wenig Ähnlichkeiten mit Johan Djourou hatte, der mir schon beim Rondo auffiel, also dem Aufwärmspielchen, das auch den Namen "Kreisspiel", "Eckle", "5 gegen 2", "Gammel-Eck" oder "Schweinchen" trägt, wo  er mir durch außergewöhnliche Sicherheit, Souveränität und vor allem Lässigkeit am Ball erahnen ließ, dass er schon mal gegen den Ball getreten hatte. Er kam als linker Außenverteidiger rein und hielt sich zunächst ziemlich zurück. Doch mit zunehmender Dauer des Spiels offenbarte er ein wenig sein Potenzial, er nahm im Laufduell dem alles andere als langsamen Dhia locker einige Meter ab und leitete einige gefährliche Angriffe in die Wege. Insgesamt dominierten die Tapire das Geschehen, doch mit zunehmender Dauer des Spiels wurde die Partie immer ausgeglichener.

Mit 0:1 und ohne Cru ging es in die Halbzeit und auch wieder raus. Drei Wechsel gab es, die mir aber nicht in Erinnerung blieben.

Der zweite Durchgang startete direkt mit hohem Tapirdruck und einer schnellen kalten Dusche. Drei Minuten nach Anpfiff setzte sich jener oben beschriebene, neue außergewöhnlich guter Spieler des Blauen Sterns über die linke Seite durch, passte nach innen, von wo aus der Stürmer flach entgegen Marcis Laufrichtung zum 1:1 einschoss. Ab dann waren die Sterne voll im Spiel und forderten die Tapire ordentlich. Das Spiel wogte hin und her, beide Teams hatten Chancen, verteidigten aber auch verdammt solide. In der 56. Minute zogen die Sterne vorbei. Bereits beschriebener Ausnahmespieler, der wie ich später erfuhr, bei Concordia Wiemelhausen, also in der Oberliga Westfalen, spielt, zeigte diesmal, dass er auch Treffsicherheit im Repertoire hat. Erneut filetierte er die rechte Abwehrseite der Tapire um dann nach innen zu ziehen und aus etwa 14 Metern flach ins rechte Eck zum 2:1 zu erhöhen. Das gefiel den Tapiren nun ganz und gar nicht und sie trachteten nach einer Vendetta. Nur zwei Minuten später gab es das erste Ausrufezeichen durch Markus, dessen strammer Schuss aus 18 Metern die Latte lautstark touchierte. Sieben Minuten und vier Angriffe später klappte es dann endlich. Markus wurde auf der rechten Seite steil geschickt und flankte zum rechten Zeitpunkt mit der richtigen Dosierung an den richtigen Ort. Denjenigen, an den sich Jonas äußerst aktiv und ziemlich einsam hinbewegt hatte, den Freiraum am langen Pfosten, wo er den Ball als Halbvolley einfach aus ca. 7 Metern ins halbverwaiste Tor zum 2:2 drückte. Das Momentum ausnutzend, brauchte es gerade einmal 256 Sekunden, bis die Tapire einen Rückstand magisch in eine Führung verwandelten. Erneut hatte Markus seine Füße im Spiel, weil sein Schuss von der Strafraumkante irgendwo im Gewühl am 5er geblockt wurde und nach links trudelte, wo Dhia am schnellsten reagierte und den Richtung Torlinie trudelnden Ball aus kürzester Distanz in die Maschen zum 2:3 wuchtete, bevor heranfliegende Verteidiger dies hätten verhindern können. Nun war noch ein gutes Viertelstündchen zu spielen, die es durchaus in sich hatten. Oblomow fand das jetzt nicht so dufte und investierte mehr, was tapirliche Konter durchaus auch ermöglichte. Beiderseits wäre in beiden Fällen mehrfach noch eine Ergebniskorrektur möglich gewesen, allein, sie fand nicht statt.

So war die tapirliche Freude schon ordentlich groß nach dem jürgendlichen Schlusspfiff, über einen hart errungenen Sieg gegen einen Gegner, der wenig gewinnt und regelmäßig im Süden der Tabelle beheimatet ist, aber eigentlich geil zockt und sich vor allem von diesen Niederlagen über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, absolut nicht unterkriegen lässt. Ich ziehe absolut den Hut vor dieser Mannschaft, die uns häufig sehr vor Probleme stellt, wir meist knapp gewinnen, bisweilen aber auch höher…

 

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FC Porno Villa - mehr als wie 'ne Mannschaft