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FC Porno Villa – TuS Eierberg 7:1 (3:1)

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Gespeichert von trainer am/um 5. Juni 2025 - 22:31

Sie kamen doch mit auf den Eierberg: Markus mit dem 1:0 und dem 2:0, Philipp mit dem 3:1 uns 4:1, Markus erzielte dann das 5:1, Jupp dann das 6:1 und Hans beendete den Torreigen mit dem 7:1

Nach zwei Niederlagen in Liga und Pokal am Stück trachtete es die Tapire endlich mal wieder nach dem süßen Nektar eines Sieges. Dafür mussten wohl oder übel die Eierberger herhalten, die sich in den vergangenen Spielen jedoch immer als ein wenig renitent gezeigt hatten und die Spiele lange spannend hielten. Ob sich das Prachttapirrudel einmal mehr trotz Überlegenheit gegen die TuS schwer tun würde, war zu Beginn noch nicht unbedingt abzusehen.

Nach anfänglichem Abtasten übernahmen die Tapire ab der 10. Minute das Heft des Handelns und kontrollierten weitestgehend das Spielgeschehen. Zunächst verzogen Markus und Hans ihre Schüsse noch recht ordentlich. Doch in der 14. Minute eroberte Dhia den Ball am Strafraum von seinem Gegner und passte trotz guter Abschlussgelegenheit uneigennützig in die Mitte auf Markus, der  ihn unspektakulär zum 1:0 ins Tor schob. Nur zwei Minuten später eroberten die Tapire erneut durch ihr offensives Pressing das Spielgerät in delikater Position. Markus spekulierte auf den Rückpass eines Abwehrspielers zum Torwart, was sich bewahrheitete, Markus fing selbigen ab, täuschte einen Schuss an, was den Torwart einfrieren ließ, welchen er dann entspannt umkurvte und zum 2:0 ins verwaiste Tor schob. Gut vier Minuten später eierte sich der Berg aber wieder heran, mit einem satten Strahl von Fernschuss zum 2:1, dem Marci nur beim Einschlag zusehen konnte. Dadurch wurde das Spiel wieder einen Hauch erotischer, die Eierberger spürten Rückenwind und die Tapire agierten nicht völlig fokussiert, was einige Zeit für einen recht offenen Schlagabtausch sorgte. Doch es gab durchaus auch wunderbare Spielzüge der Tapire wie der doppelte oder gar trippelte Doppelpass von Ole und Dhia, welchen letzterer dann knapp am Tor vorbeiköpfte. Dann gab es einen direkten Freistoß für die Tapire, Tobi nahm in sich und setzte den Schuss einen Pürzel zu hoch an, weshalb er auf und nicht im Netz landete. Kurz vor der Halbzeitpause gelang den Tapiren aber noch ein wunderbarer Wirkungstreffer durch Philipp, der leicht nach links versetzt das Spielgerät delikat geschlenzt im rechten Winkel zum 3:1 unterbrachte.

Unbecrut wie immer in letzter Zeit vollzog sich die Halbzeit. Des Trainers Ansprache reduzierte sich auf ein „weiter so“ und ein paar individuelle Tipps an einzelne Spieler, dann ging es schon weiter.

Und zwar hurtig, die Fans im Anglecastle Stadium hatten kaum ihren Platz eingenommen, da wurden sie bereits Zeuge (oder nicht) eines der sehenswertesten und ästhetischsten Treffer des Tapirrudels der vergangenen Monate wenn nicht gar Jahre. Anstoß für die Tapire durch Markus, der Ball gelangt zurück bis in die Abwehr zu Tobi, der raumgreifend aufzieht und dann von halbrechts aus der eigenen Hälfte an den 16er auf den perfekt einstartenden Philipp flankte. Und was macht dieser Höllenhund? Er nimmt ihn an und chipt ihn hinter dem Rücken mit der Hacke über den herbeieilenden Keeper, an dem er vorbeiläuft um den Ball kurz zu kontrollieren und ihn dann aus etwa 10 Meter  über einen zurück geeilten Abwehrspieler zum 4:1 ins Netz zu chippen. Formidable! Damit hatte Philipp zwei Tore binnen drei Minuten geschossen, allerdings lag halt die Halbzeit dazwischen… Nur vier Minuten später zogen die Tapire mit dem 5:1 den Stecker des Spiels. Tim eroberte den Ball, durchpflügte zentral das Mittelfeld und passte den an der Strafraumgrenze zu Markus, der den Ball an der Brust abtropfen, selbigen einmal aufspringen ließ, um ihn dann volley ins kurze Eck zum 5:1 glattzustreichen. Anschließend schalteten die Tapire einen Gang zurück und verwalteten einige Zeit das Ergebnis, bis in der 68. Minute Jupp für das 6:1 sorgte. Vorausgegangen war hier ein sehenswerter Angriff über Philipp, der mit einer Körpertäuschung nach innen zog und dann quer zu Jupp passte, welcher einen reichlich unspektakulären Flachschuss absonderte, der unter dem Keeper zum 6:1 durchrutschte. Weitere sieben Minuten später, in der 75. Minute, machten die Tapire schließlich den Deckel auf das Spiel. Es gab eine Ecke für die Tapire, die Philipp ausführte. Es ist zu vermuten, dass Philipps Idee von der Ausführung abwich, denn er brachte den Ball halbhoch zentral mittig rein, gemeinhin ein leicht zu verteidigender Ball. Jasper, der am kurzen Pfosten dem Spielobjekt entgegenlief und von einem halben Dutzend fremder und eigener Spieler flankiert war, wäre als erster aus einer nicht besonders günstigen Position zum Schuss gekommen und blockte deshalb den Ball frei und ließ ihn durchlaufen. Als dankbarer Abnehmer zeigte sich Hans, der perfemt eingelaufen war und den Ball amtlich zum 7:1 einschob. In den letzten fünf Minuten passierte nichts Entscheidendes mehr.

Die Tapire hatten somit den Eierberg diesmal ordentlich erklommen oder flachgelegt, je nach Sicht des Betrachters, das Ergebnis erscheint in der Nachbetrachtung ein wenig hoch, was die wirkliche Spielleistung angeht. Aber in der Verteidigung, also untenrum, ist der Eierberg immer noch etwas semipermeabel. Die tapirliche Defensive hingegen ist mittlerweile eine ziemliche Bank. Ein richtig ordentliches Spiel des Rudels, aber auch ein wenig vom Gegner begünstigt, was den Start anging. Zwei Tore durch individuelle Fehler in den ersten zwanzig Minuten ebneten bereits den Weg Richtung Siegerstraße. Durch den Anschlusstreffer war der zweite Teil von Hälfte 1 noch richtig spannend, aber durch Philipps kleine Geniestreiche kurz vor und nach der Halbzeit wurde die Siegerstraße geteert und anschließend noch ordentlich ausgebaut. Der Sieg setzt einen weiteren Pflasterstein Richtung Aufstieg, horrible!

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