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Wattenscheid United – FC Porno Villa 2:1 (0:1)

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Gespeichert von trainer am/um 5. Juli 2022 - 21:34

Wat die zweite! Bereits zwei Wochen zuvor weilten die Tapire schon einmal auf selbigem Platz, auf den Gegner wartend, der aber gar nicht erschien, weil er offiziell das Spiel vorher abgesagt hatte – dem Trainer war diese Informationen glatt am Vorderhirnlappen vorbeigerutscht. Damals trainierten wir, diesmal war der Gegner zahlreich an der Prärie auf dem Esch erschienen, während die Tapire gerade so ein zartes 13er Rudel zusammmenbekamen.

Aus Ermangelung an etatmäßigen Mittelstürmern wurde Paul, der vor dem Spiel bereits zwei Stunden Fahrrad gefahren war, auf diese Position gestellt, was sich bereits nach fünf Minuten als Glücksgriff herausstellte. Eine Tapireecke von links rutschte durch und fand schließlich auf rechts irgendwann Ole, der eine butterweiche und uhrwerkpräzise Flanke in den Strafraum absonderte, welche Paul formidabel per Kopf zum 0:1 zu verwerten wusste. Ab dann rührten die Tapire schnell und hart bindenden Beton an, vergaßen aber nicht, immer wieder durch Konter und Angriffe für Entlastung zu sorgen. Nach gut 15 Minuten bat Maxi um Auswechslung, ihm ward kodderig auf dem Platze, wie sich tags drauf herausstellte, hatte er anschwellende Corona, frisch im Ruhrstadion gezapft, infizierte aber nach trainerlichen Recherchen weder Mitspieler noch Gegner. Mit dem für ihn reingekommenen Tobse hielten die Tapire auf jeden Fall die knappe Führung bis zur Pause.

Ob die becrut war, vermag ich gar nicht mehr sagen, auf jeden Fall kam zur zweiten Hälfte ein neuer Perspektivspieler, Janni, für Rebecca.

Beherzt und routiniert legten die Tapire in der zweiten Hälfte los und ließen die gefährlichen 10 Minuten nach Wiederanpfiff ohne Schaden verstreichen. Und weitere fünf, bis es dann doch im Tapirnetz schepperte, aufgrund der Spielanteile mitnichten verdient, aufgrund des aufopferungsvollen und widerstandsfähigen Tapirspiels aber eher doof. Ein guter Pass in die Tiefe und ein Heber über den bis dato unüberwindbaren Marci erbrachten das 1:1. Doch der Tapir blieb stabil. Keine Hektik nach vorne, keine Angst hinten und in der Mitte geschmeidig. Sie brachten Gefahr vor das Wat U Tor, aber nicht in selbiges hinein. Die vereinigten Höntroper hingegen vermochten noch einmal das Tapirtor zu benetzen, in der 70. Minute. In der Entstehung durch einen Diagonalball auf den rechten Außenläufer der Wattenscheider, der aus Sicht aller Tapirbeobacher sub- wie objektiv zu früh ins Abseits gestartet war und dort den Ball flink mitnahm und diagonal in den Rücken der Abwehr auf den zentral einlaufenden Stürmer ablegte, welcher flach im linken Eck zum 2:1 reüssierte. Selbstredend versuchten die Tapire in den letzten zehn Minuten noch, das Ergebnis zu egalisieren oder gar zu optimieren, aber sie konnten nicht reüssieren.

Schadepopade, die Tapirchen hatten so was von alles gegeben, wurden aber auf dieser Prärie von einem Gegner mit mehr Auswechselmöglichkeiten in der Langdistanz nicht unverdient aber ungerecht geschlagen.