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FC Porno Villa – Lokomotive Ruhr 1:3 (0:1)

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Gespeichert von trainer am/um 24. September 2017 - 23:35

Ein Sven konnte keine ganze Lokomotive stoppen, sein Treffer zum 1:2 brachte aber noch einmal ordentlich Dampf ins Spiel

Es war bereits der dritte Aufgalopp in dieser Saison gegen die Lokomotive Ruhr und keiner davon war von einem Sieg gekennzeichnet. Das erste wurde in letzter Sekunde von den Tapiren noch zu einem Unentschieden umgebogen, das zweite bedeutete das Aus im Pokal. Nummer drei sollte nun erfolgversprechender gestaltet werden.

Die Tapire begannen furios pressend wie im Kreissaal und suchten den schnellen Abschluss. Ole strahlte das Leder bereits nach 4 Minuten per Pikendriller gegen den Außenpfosten. Doch der erste Treffer fiel in der 8. Minute für die Lokinger, die über die rechte Seite der Tapire angriffen, den Ball zum Obersturmbahnführer durchsteckten, der ins kurze Eck zum 0:1 vollendete. Die Tapire knabberten nicht lang am Keks der Frustration, sondern versuchten, das Ergebnis wieder aufs rechte Gleis zu bringen. Doch das Spielgerät wollte nicht in den gegnerischen Tunnel einfahren, so sehr sich die Tapire auch bemühten. Der Gegner, das muss an dieser Stelle angebracht werden, war durchweg spielerisch gut besetzt und, was unüberhörbar war, kommunikativ deutlich reger als die Tapire, vor allem der Loktorhüter schien einen Brüllkasper gefrühstückt zu haben. Das hatte zwar selten Niveau, war aber effektiv und mündete in der letztlich nicht unverdienten 0:1 Pausenführung für die Ruhrtalbahn.

Furztrocken präsentierte sich die Pause, da abertausende prachtvoll befüllte Flaschen Grand-Cru sich überall über Bochum verteilten, aber keine davon den Weg zur Tapirauswechselbank an der Engelsburger Str. fand. Daher wurde trocken analysiert, dass es schwer werden würde gegen diese spielerisch recht versierten und kämpferisch wie läuferisch fitten Zugbegleiter zu reüssieren. Vier Tapire warteten mehr oder minder heiß auf ihren Einsatz, zwei davon, Sven und Joscha, kamen direkt für Tobi und Domme rein.

Und der zweite Durchgang startete wie der erste, mit intensivem Tapirdruck und einem leider viel zu frühem erneuten Gegentreffer. Die Lok fuhr über links, passte das Spielgerät quer vor dem Strafraum, leitete es auf einen einlaufenden Schalterangestellten weiter, der zielorientiert im langen Eck zum 0:2 abschloss. Kurz darauf erzielte Tim aus einem Rudelbildung gleichenden Gestocher direkt vor dem Loktor den Anschlusstreffer, den Schiri Jürgen nicht gab. Denn Tim hatte im Getümmel Schulter, Arm oder Hand des Lokhüters erwischt, was scheinbar derart wehtat, dass er zu einem vierminütigen, todeskampfähnlichen Wehklagen ansetzte, der die Frage aufwarf, ob hier noch ein Helikopter mit Notoperation in der Luft oder doch besser der Gnadenschuss angesagt sei. Nach kurzer Postwinselphase war er wieder wundersam hergestellt und hielt mit seinem vermutlich nur noch an einer Sehne hängenden Arm drei Torschüsse formidabel und damit seine Mannschaft auf Gewinnerkurs. Inzwischen war Alex für Aaron und Marcello für Pablo gekommen, der Tapirdruck nahm zu und alle versuchten, mit vereinten Kräften die Lok noch umzuschubsen. Doch diese stellte sich im Strafraum immer wieder quer und ermöglichte kaum ein Durchkommen. Bis Tobi in der 78. Minute sich an der Grundlinie durchsetzte und an den langen Pfosten flankte, wo Sven beherzt einsprang und per Kopf gegen die Laufrichtung des Keepers zum 1:2 Anschlusstreffer einköpfte. Schiri Jürgen gab wegen des Keepers Nahtoderfahrung und anderer Verletzungsunterbrechungen im Spiel, Tim bekam mehrfach ordentlich Knöchel- und Gesichtsfutter, berechtigterweise insgesamt 6 Minuten Nachspielzeit. In der die Tapire alles außer Marci nach vorne warfen und noch drei prachtgefährliche Chancen kreierten, die jedoch alle nicht ins Zentrum der Begierde eindrangen. In der vierten Minute der Nachspielzeit fuhr die Lok mit einem Konter mit hübschem Abschluss per Heber über den herausstürmenden Marci zum 1:3 schließlich in den Bahnhof „Sicherer Sieg“ ein, der gleichzeitig Endstation war.

Damit ist die Aufstiegsangst erstmal ein wenig gebannt und die Tapire wissen wieder, wie sich verlieren anfühlt. Geht so...

Kommentare

Magnificant, großartig und Danke Trainer

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