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Team 95 – FC Porno Villa 3:0 (1:0)

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Gespeichert von trainer am/um 3. Oktober 2016 - 22:58

Wenn keiner sein Torschützenlächeln in die Kamera halten kann, dann müssen eben schockierende Bilder selbstlosen Torwartspiels herhalten. Zum Glück hat mein altes Handy noch einen Röntgenkameramodus, mit dem ich Marcis Volltreffer dokumentieren konnte...

 

Team 95 gegen Tapire war in den letzten Jahren zumeist ein Spiel auf Augenhöhe. Das Hinspiel ging torreich wie unspannend mit 3:6 verloren, seitdem hatten sich beide Mannschaften allerdings tabellarisch diatmetral auseinanderbewegt. Das Team 95 grüßte mit 11 Siegen und vier Niederlagen von Platz 2 den Kellertapir, der mit 2 Siegen und 14 Niederlagen in dieses Spiel als Außenseiter trotz prallgefülltem Kader ging.

Mit zwei Neuzugängen von Beginn an, Tim (der Bruder von Sven) und Aaron, ging es fulminant los, die Tapire offenbarten in der Aschestaubhölle an der Markstr., dass sie dem Tabellenzweiten Bälle und Rüssel ordentlich um die Ohren schlenkern wollten. Sie eroberten hurtig die Bälle und spielten listig nach vorne, wo dann aber Schluss war und sei es dadurch, dass der eigene Spieler einen unhaltbaren Schuss abwehrte. Einen Hauch zielgerichteter präsentierte sich das Team 95, das mit seiner ersten richtigen Chance in der 10. Minute zum 1:0 traf. Per Konter über links, von wo aus der Ball in die Mitte gepasst und schnell fußgerecht auf den rechts einlaufenden Spieler weitergepasst wurde, der im langen Eck per Innenpfosten und rein reüssierte. Klassisch schlingerten die Tapire ein wenig und wurden von Marci durch Katzenparaden am Leben gehalten, Mitte der ersten Hälfte fingen sie sich wieder und machten da weiter, womit sie angefangen hatten, mit schnellem Umschaltspiel, das aber bis zum Halbzeitpfiff, trotz zwei 97%iger Chancen nicht von Erfolg gekrönt wurde.

Einen Grand-Cru Spontankauf hatte Stephan während der Hinfahrt angeregt, aber sein Geld im Automaten vergessen, weshalb der Trainer seine Platinkarte zum Erwerb des Gebindes einsetzen musste. Es schmeckte formidabel und half, die Aschestaubklümpchen im Oralbereich herunterzuspülen.

Die zweite Hälfte begannen die Tapire mit vorsichtigen Wechseln und auf Sicherheit bedachtem Spiel, es galt zunächst, den Rückstand nicht zu vergrößern. Was gepflegt funktionierte, weil die Tapire flott im Rückwärtsgang unterwegs waren, so auch um die 54. Minute, als Ole souverän tänzelnd als letzter Feldspieler den Gegner abschirmte, bis Marci sich den Ball griff. Der übereifrige Gegner ließ nicht locker und trat Marci ziemlich unromantisch ins Gesicht, was bedingte, dass Marci neben ein wenig rotem Saft aus der Nase und von der Lippe ein oberes Stück seines vorderen zweiten rechten Schneidezahns Nummer 48 nach dem internationalen Zahnschema (FDI-Schema) verlor (Auflösung Bilderrätsel). Außerdem trug er noch eine Nasen- und Jochbeinschürfwunde und ein kleines Veilchen davon. Aber er spielte weiter auch wenn er, wie er später mitteilte, mental im Land der Einhörner und Feen unterwegs war, was man seinem Spiel aber in keinem Moment anmerkte. Nur fünf Minuten später, bei einem Konter der 95er nach Tapirecke, wehrte Marci im 1 gegen 1 mit Spitzenreflex einen Schuss zur Seite ab, allerdings flitzte dort ein blanker Gegner herbei, der den Ball zum 2:0 einschob. Nun galt es sukzessive die Offensivschraube enger zu drehen und ja, die Tapire hatten ihre Anschlusstrefferchancen und ja, die Tapire versemmelten sie. So kam es auch zum vorentscheinden Treffer sieben Minuten vor Schluss, als drei Gegner alleine auf Marci zuliefen, quergelegt und zum 3:0 einschoben wurde. Die erwähnten sieben Minuten vor Schluss zeigte meine unbestechliche Casio-Armbanduhr an, der mit fortdauernder Spielzeit immer unsouveräner auftretende Schiri pfiff jedoch unmittelbar danach ab. Berechnet man die ca. 5minütige Verletzungspause von Marci mit ein, wären noch gut zehn Minuten gewesen für die mehr als berechtigte Ergebniskorrektur. Auf seine Ahlenfeldersche Zeitauslegung angesprochen, verstrickte der Schiri sich immer mehr in offensichtliche Lügen, was den anfangs sympathisch wirkenden jungen Hipster-Spielleiter am Ende als ziemliche Knackwurst erscheinen ließ. Aber letztlich war sein unmotiviertes Handeln nicht entscheidend dafür, dass ein richtig gutes Spiel der Tapire doch verloren ging, Kenner sprachen sogar vom besten Spiel der Rückrunde, der Gegnertrainer postete: „Hart umkämpfte, aber allzeit faire Partie auf staubigstem Rotrasen, in der wir schlicht und ergreifend unsere Chancen besser verwerten als die nicht wie ein Tabellenletzter spielenden Tapire.“ Falsch, ein Tabellenletzter, wie wir es sind, spielt ziemlich häufig gut, schießt aber generell viel zu wenige und manchmal gar keine Tore. Deshalb sind wir ja da, wo wir sind!

Kommentare

Wieder ein grandioser Bericht, über den ich mich aus der Ferne besonders freue, ihn durchlesen zu dürfen. Thanks coach. Allerdings muss ich hier eine kleine Korrektur einbringen. Es ist der Zahn mit der Nr. 31 und er befindet sich vorne unten links. Die Nr 48, nach FDI, wäre der rechte untere Weisheitszahn. Und der befindet sich tatsächlich noch in meiner Fresse :)□

Überlege mir gerade nen NFL-Helm für das nächste FFLB Spiel zu kaufen...

cu soon

marci